Verfasst von: arcuido | Februar 15, 2008

Stalking.

Ich könnte schwören das ich heute verfolgt wurde ! Irgendwie unbewusst und doch ganz bewusst viel mir dies auf.

Tatort:
Einkaufszentrum. Jaja, sicherlich ein reiner Zufall. In einem großen Einkaufszentrum gibt es sicherlich viele Menschen die auch einmal in die selbe Richtung gehen wie ich. Das mag ja alles schön und gut sein, dennoch…
Es war eine düstere Atmospähre, Nebel lag über den leeren Straßen und in der Ferne vernahm man Geräusche von gequälten Tieren. Richtig, es war der Parkplatz vor einem riesigen Einkaufszentrum. Auspuffnebel und weinende, noch leere, Einkaufswagen zierten den Parkplatz.

Etwas später:
Der eigene Einkaufswagen ziert mich nun seit geschlagenen 25 Minuten, ich bin zur amtlichen Einkaufswagenschieberin befördert worden, während A. und M. noch durch die Gänge schlendern. Einsam und verlassen stehe ich zwischen den Gängen und warte auf die Rückkehr. Aus der Entfernung ertönt ein noch leises Streitgespräch zwischen den beiden, ob der neue Wasserkocher 1,5 oder 1,7 Liter auffassen sollten für eine Tasse Kaffee. Sicher, jeder brauch doch einen zweiten Wasserkocher im Haushalt für eine Tasse Kaffee zwischendurch. Neben mir steht ein armer Tölpel, den wohl das ungefähr selbe Schicksal ereilt hat. Ein wenig gequält lächel ich rüber und nicke kurz.

4 Gänge weiter:
Milch, Yoghurt und allerlei. Wieder stehe ich und warte, schließlich habe ich bereits fast alles im Einkaufswagen zusammengetragen was ich brauche. Das nennt sich Schnelleinkaufsverfahren. Keine 3 Meter hinter mir, wieder der Mann. Ich betrachte ihn diesmal etwas länger und halte auch nach Anhang ausschau. Schließlich kann ich Mutter und 2 Brüder erspähen. Er, Kopfhörer im Ohr, recht sportlich gekleitet und wirkt etwas verloren.

Waschmittelabteilung:
Ich entferne mich vom meinem Einkaufswagen, M. und A. sind bereits irgendwo verschollen. Sie haben Schokolade vergessen. Ich nähere mich vorsichtig den Waschmitteln, es gilt Weichspühler auszusuchen. Nach etwas ausschau halten und lesen der Beschreibungen habe ich mich entschieden und drehe mich Glücklich richtung Einkaufswagen. Da ist er wieder, direkt neben meinem Einkaufswagen. Er starrt zu mir rüber, ich starre auf meinen Weichspühler. Mit meinem Einkaufswagen mache ich mich auf die Suche nach den vermissten Mit-Einkäufern.

Fleisch- und Aufschnitttheke:
Ich kaufe Käse und Aufschnitt. M. und A. sind mit dem Fleisch beschäftigt und reden mir nebenbei noch ein alle möglichen anderen Dinge mit zu kaufen. Kurzer Blick zur Seite, da ist er wieder. Er steht ungefähre 7 Meter entfernt, wieder alleine, wieder starrend.

Zur Kasse:
Natürlich nicht ohne ihn, direkt hinter mir. Der Typ macht einen ja ganz wahnsinnig. Einbildung oder Tatsache ? Ich glaub ich spinn so langsam.

Endlich zu Hause angekommen öffne ich die Haustür um mich in die Küche zu begeben. Licht in meinem Badezimmer macht mich ein wenig skeptisch. Vorsichtig öffne ich die Badezimmertür und starre in meine Dusche, in welcher sich W. breitgemacht hat und sich um die Duschstange windet. Ich entschließe mich, mich erst einmal meinem Einkauf zu widmen und schließe die Tür wieder.

arc.


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien