Das Modell einer amerikanischen Ehetherapeutin
Phase 1 Schwärmerei
Die Liebenden entdecken Gemeinsamkeiten, idealisieren sich gegenseitig, stellen sich auf den anderen ein und sind bereit, einander alle Wünsche zu erfüllen.
Phase 2 Realisierung
Es treten die Schwächen des anderen und Verschiedenheiten in Lebenseinstellung und bei Situationen auf. Este Gefühle der Enttäuschung kommen zutage.
Phase 3 Machtkampf
Jeder versucht, den anderen zu verändern, ihn nach seinen Erwartungen zu formen. Dabei wird Misstrauen geschürt, wütende Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen sind die Folge.
Phase 4 Das „Verflixte 7. Jahr“
Es muss nicht wirklich das siebente Jahr des Zusammenseins sein, in dem einer oder beide Partner den Wunsch verspüren, sich zu trennen, da sie sich vom anderen eingeengt fühlen.
Phase 5 Versöhnung
Die Partner finden wieder zueinander, da sie erkannt haben, dass der jeweilige Partner nicht unbedingt den eigenen Erwartungen entsprechen muss.
Phase 6 Akzeptanz
Man akzeptiert sich. Ein Gleichgewicht zwischen Nähe und Selbstständigkeit hat sich entwickelt. Die Partner nehmen sich gegenseitig an, wie sie sind.
Phase 1 Genuss !
Die Liebenden fallen buchstäblich “übereinander her”. Es handelt sich dabei um die Zeit des Verrücktseins nach dem anderen.
Phase 2 Zufriedenheit
Es stellt sich ein wohliges Glücksgefühl ein. Man ist sich sicher, den richtigen Partner fürs Leben gefunden zu haben.
Phase 3 Alltag
Die Pärchen lernen sich bei der Bewältigung des Alltags besser kennen und sie fragen sich bei gewissen Situationen erstmals, ob sie es sich wirklich so vorgestellt haben. Es ist die sensibelste Phase einer Beziehung, in der auftretende Probleme sozusagen an der Wurzel bewältigt werden sollten.
Phase 4 Stress und Streit
Die Paare fangen an, sich verbal auseinander zu setzen, um Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Diese Phase ist die schwierigste, da sich herausstellt, ob eine Beziehung hält oder ob man sich trennt. In dieser Phase des Aussondierens verharren manche Paare ziemlich lange.
Phase 5 Trennung oder Ruhepol
Die jeweiligen Partner finden in dieser Zeit zu sich selbst, Freiräume werden gegenseitig zugebilligt und es tritt eine definitive Festigung der Partnerschaft ein. Oder aber, eine Trennung findet statt.
Phase 6 Glück
Die Phase des Glücks, des Gefühls der Sicherheit, unbedingten Vertrauens und des sich Liebens. Auch in dieser Phase gibt es natürlich noch immer Bewegung – und damit sind nicht nur die im Bett gemeint.
Natürlich kann man diese Grundsätze sicherlich nicht auf alle Beziehungen ummünzen, da Partnerschaften wie die Menschen selbst individuell und sehr komplex sind.
Das Wesentliche ist, dass sich die Mitglieder einer menschlichen Gemeinschaft auf allen ihren Entwicklungsstufen gegenseitig bestätigen (= Prinzip der Akzeptanz).
Man kann sagen:
„Eine Gesellschaft ist in dem Maße menschlich, als ihre Mitglieder einander bestätigen“
In der Ur-Beziehung zwischen Mann und Frau ist das die unverzichtbare, aber nur durch gemeinsame Anstrengungen zu schaffende Grundlage. Denn das männliche und das weibliche Prinzip sind zugleich Distanz und Nähe. Pflege des Fundamentes der zwischenmenschlichen Beziehung ist deshalb nötig, ständige Besinnung auf das Zweifache und Eine:
1. Der Wunsch jedes Menschen als das, was er ist und als das, was er werden kann, von Menschen bestätigt zu werden und
2. die dem Menschen eingeborene Fähigkeit, seine Mitmenschen ebenso zu bestätigen.
Das Brachliegen der letzteren Fähigkeit macht die eigentliche Schwäche des Menschen aus und führt zur Unfähigkeit, in Gemeinschaft mit anderen zu leben und zum Scheitern der Beziehungen.
„Wirkliches Menschsein gibt es aber nur da, wo die Fähigkeit der Bestätigung sich entfaltet.“
Das innerste Wachstum des Selbst (seine seelisch-geistige Entwicklung) vollzieht sich nicht, wie man heute gern meint aus dem Verhältnis des Menschen zu sich selbst, sondern aus dem zwischen dem Einen und dem Anderen, zwischen Menschen in der Begegnung, d.h. vornehmlich aus der Gegenseitigkeit der Vergegenwärtigung.
„Der Mensch will in seinem Sein bestätigt werden durch den Menschen und will so im Sein des anderen seine Gegenwart haben.“
Nach vier Jahren Verliebtheit sind laut internationalen Statistiken die Scheidungen bei Menschen am häufigsten. Nach dieser Phase spielen die Hormone Oxytocin und das männliche Gegenstück Vasopressin, die Vertrautheit und Bindungen verstärken, und Endorphine eine Rolle. Nach etwa zwei bis vier Jahren muss die Verliebtheit in eine andere Form der Liebe übergehen, in der die Beziehung der Partner eher vom freundschaftlichen Ausleben gemeinsamer Interessen geprägt ist; denn die berauschenden Hormone können ab einem bestimmten Punkt ihre Wirkung nicht mehr entfalten. Als Folge stellt der Körper ihre Produktion ganz ein. „Entzugserscheinungen“ können die Folge sein; nun treten auch viele vormals nicht störende Eigenschaften beim Partner offen zutage. Aus rein hormoneller Sicht wäre eine Trennung nun oft ebenso vorteilhaft wie ein weiteres Zusammenbleiben, um die Kinder aufzuziehen.“
Quellen:
Wikipedia
Hypnose-gth.org